Zum Hauptinhalt springen

Aktuelles

aus den Medien


08. Januar 2026

Kölner wohnen teuer

ASK-Fotografie - stock.adobe.com

Der Kölner Wohnungsmarkt ist geprägt von vielen Single-Haushalten und hohen Mieten. Neue städtische Daten zeigen, dass Köln weiter wächst, aber immer weniger Familien Platz finden und bezahlbarer Wohnraum knapper wird. So berichtet es der KSTA in seiner Ausgabe vom 7. Januar 2026. 

Köln zählte 2024 insgesamt 573.221 Haushalte, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Ursache sind sowohl der moderate Bevölkerungszuwachs als auch der Trend zu kleineren Haushalten. Im Schnitt leben 1,86 Personen in einer Kölner Wohnung, deutlich weniger als im Bundesdurchschnitt (2,02). Mehr als die Hälfte aller Haushalte (51,9 Prozent) besteht aus nur einer Person, weitere rund 25 Prozent aus zwei Personen. Typisch für viele Großstädte.

Die Stadt rechne langfristig mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung, so der KSTA: Bis 2045 sollen die Zwei-Personen-Haushalte um 6,7 Prozent und die Single-Haushalte um 2,5 Prozent zunehmen, während Haushalte mit Kindern um 6,1 Prozent zurückgehen könnten. Das entspräche rund 96.200 Familien weniger.

Die große Mehrheit der Kölner lebt, so der KSTA, in Mehrfamilienhäusern, nur etwa ein Sechstel in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Da Köln in Sachen Mieten zu den Spitzenreitern in NRW zählt, überrascht es nicht, dass die Wohnfläche pro Kopf vergleichsweise klein ausfällt: Es stehen durchschnittlich 40,35 Quadratmeter zur Verfügung, deutlich weniger als im Bundesschnitt (49,2 Quadratmeter). 2023 gaben die Haushalte im Schnitt 32,5 Prozent ihres Einkommens für die Bruttokaltmiete aus, ein Wert, der seit 2013 relativ stabil geblieben ist. Alleinlebende sind dabei stärker belastet als Paare. Sozialwohnungen sollen entlasten, doch ihre Zahl sinkt weiter: Von rund 40.000 im Jahr 2024 könnten es in zehn Jahren nur noch 30.000 sein. Sie sind zwar im Schnitt günstiger, werden aber immer knapper.

Wegen der angespannten Lage kontrolliert die Stadt auch die Zweckentfremdung von Wohnraum, etwa als Ferienwohnungen. Seit 2022 sind dafür Genehmigungen nötig, 2024 wurden über 6000 erteilt, zugleich aber auch Verstöße verfolgt.

Hier gelangen Sie zu dem Artikel auf der Internetseite des Kölner Stadtanzeigers.