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26. Mai 2026

Köln baut bezahlbar: Maßnahmenpaket zur Kostenreduktion vorgestellt

Im Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums kamen jetzt die Mitglieder des Arbeitskreises 1b im Dialogprozess „Köln baut bezahlbar“, zahlreiche Bezirksbürgermeister sowie VertreterInnen der Ratsfraktionen zusammen, um ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Kostenreduktion im Kölner Wohnungsbau vorzustellen bzw. erstmalig anzuhören.

Im Mittelpunkt standen nach der Begrüßung von Oberbürgermeister Torsten Burmester 22 Beschlussvorschläge - ein Teil des Gesamtpaketes, in dem vor allem monetär wirksame Maßnahmen enthalten sind, die im Juli möglichst einvernehmlich im Rat beschlossen werden sollen. Sie verfolgen das Ziel, den Wohnungsbau in Köln schneller, wirtschaftlicher und bezahlbarer zu machen. Die Maßnahmen sollen zunächst bis Ende 2030 befristet gelten und durch ein begleitendes Monitoring überprüft werden. Bewertet werden soll dabei u. a. die Entwicklung der Wohnungsbauzahlen in allen Segmenten (frei finanziert, öffentlich gefördert bzw. preisgedämpft). Eine Zielevaluation mit Empfehlungen zur möglichen Fortführung der städtischen Vorgabenanpassungen ist für 2028 vorgesehen.

Franka Schinkel, Leiterin der Wohnungsbauleitstelle, Vertreter von PD - Berater der öffentlichen Hand GmbH, Dr. Lothar Becker, Leiter des Rechtsamtes der Stadt Köln, sowie Thomas Klötzing (Dornieden-Gruppe) stellten zentrale Maßnahmen vor – darunter geplante Anpassungen bei den Anforderungen zum Energiestandard, bei der Stellplatzsatzung sowie im kooperativen Baulandmodell.

In der Podiumsrunde mit der Politik betonten die Vertreter aus allen Bereichen der Wohnungswirtschaft nochmals die Sinnhaftigkeit der einzelnen Maßnahmen. Sabine Pakulat (Bündnis 90/Die Grünen), Sercan Bars (SPD) und Ira Sommer (CDU) versprachen, sich ausführlich mit den einzelnen Themen zu beschäftigen. In Vorbereitung auf die Ratsentscheidung bietet die Verwaltung der Politik offensiv Fachgespräche an, an denen auch die Wohnungswirtschaft teilnehmen soll.

Die Wohnungsbauinitiative Köln begrüßt den konstruktiven Austausch und die gemeinsame Bereitschaft, neue Wege für mehr bezahlbaren Wohnraum in Köln zu gehen. WIK-Vorständin Petra Edelbluth bat die anwesenden Politiker, die Verwaltung zu stärken und ein positives Signal für mehr Wohnraum in Köln zu senden. "Bitte unterstützen Sie die Aktivitäten und verzichten Sie auf ein weiteres Filtersystem, das gute Ansätze wieder infrage stellt", so Edelbluth. Am 18. Juni 2026 findet über alle Arbeitskreise hinweg im Stadthaus die Ergebnispräsentation statt. Nach Auffassung aller Beteiligten ist das keineswegs das Ende des Prozesses, sondern vielmehr mit der notwendigen Unterstützung der Politik der Startschuss für weitere Gespräche und die Umsetzung diverser Maßnahmen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch persönliche Worte des WIK-Vorsitzenden Stefan Rappen zur Verabschiedung von Dezernent Markus Greitemann.