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09. Juli 2026

Enttäuschung über vertagten Ratsbeschluss zu "Köln baut bezahlbar"

dustin richter/EyeEm - stock.adobe.com

Wenige Tage nachdem die Allianz für mehr bezahlbaren Wohnraum die Ratsvorlage „Köln baut bezahlbar – Wohnen für alle“ und die darin enthaltenen Maßnahmen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren begrüßt hatte, ist die erste Euphorie vorerst der Ernüchterung gewichen. 

Die Fraktion der Grünen hat Beratungsbedarf angekündigt, die zunächst für die morgige Ratssitzung geplante Beschlussfassung wird es frühestens im September geben.
Die beteiligten Verbände – Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (köln ag), BFW-Landesverband Nordrhein-Westfalen, Kölner Haus- und Grundbesitzerverein, Wohnungsbauinitiative Köln (WIK) – hatten den intensiven Dialogprozess zwischen Verwaltung und Wohnungswirtschaft zunächst als Erfolg bewertet. Gleichzeitig machte die Allianz deutlich, dass die vorliegenden Vorschläge allein nicht ausreichen würden, um den dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum in Köln in ausreichendem Umfang zu schaffen.
„In diesem Prozess haben rund 150 Beteiligte vor allem aus Verwaltung und Immobilienwirtschaft innerhalb von 140 Tagen alles darangesetzt, um unter enormem zeitlichem Druck bis Ende Mai Ergebnisse zu liefern “, erklärten die Verbandsvertreter. Umso ernüchternder sei es, dass die erhoffte Beschlussfassung der Politik zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen nun vertagt worden sei.
Die Allianz-Vertreter setzen nun darauf, dass die Politik die Sommermonate auch zum Dialog mit der Immobilienwirtschaft nutzt. Die Allianz kündigte an, mit entsprechenden Terminvorschlägen an die einzelnen Fraktionen heranzutreten. Ein achtköpfiges Gremium aus Spitzenvertretern der Verbände möchte nach eigenem Bekunden alles dafür tun, den politischen Vertretern die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu erläutern. 

Foto: dustin richter/EyeEm - stock.adobe.com