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"Köln baut bezahlbar" - kurz gefasst

Im zweiten Plenum des Dialogprozesses „Köln baut bezahlbar – Wohnen für alle“ hat die Stadt gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft zentrale Ergebnisse und nächste Schritte vorgestellt. Im Mittelpunkt stand das Ziel, eine gemeinsame Haltung für mehr Wohnungsbau zu entwickeln, bezahlbaren Wohnraum insbesondere im mittleren und unteren Mietsegment zu schaffen und die Gesamtprojektkosten im Neubau zu senken, ohne die städtischen Qualitätsziele aus den Augen zu verlieren.
Rund 150 aktiv Beteiligte aus 18 Ämtern, neun Dezernaten und der Wohnungswirtschaft haben dafür ein Maßnahmenpaket mit 150 Vorschlägen erarbeitet. Es umfasst unter anderem Abweichungen und Anpassungen von Wohnbaustandards, Prozessoptimierungen, eine verstärkte Kooperation.
Allein die monetäre Bewertung zeigt, was theoretisch möglich ist: Insgesamt wurden Potenziale zur Baukostenreduktion von bis zu 2.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche identifiziert – bis zu 1.700 Euro pro Quadratmeter durch kommunale und lokale Akteurinnen und Akteure sowie bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter durch Anpassungen von Vorgaben auf Rats-, Landes- und Bundesebene. Wichtig: Nicht alle vorgeschlagenen Änderungen wirken dabei auf jedes einzelne Projekt, verdeutlichen aber die Größenordnung einer möglichen Entlastung.
Die Arbeitskreisteilnehmer sind überzeugt, dass sich Maßnahmen von bis zu 400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche direkt umsetzen lassen, etwa durch angepasste Standards oder effizientere Planung. Bis zu 900 Euro pro Quadratmeter hängen an kommunalen Vorgaben, die der Rat beschließen muss, sowie an zusätzlichen rund 400 Euro pro Quadratmeter aus weiteren Maßnahmen. Hinzu kommen bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter, die nur durch Änderungen von Landes-, Bundesrecht oder DIN-Vorgaben zustande kommen können. Grundlage für die Empfehlungen sind Erkenntnisse aus dem Prozess zum Hamburg-Standard sowie diskutierte Maßnahmen rund um den „Bau-Turbo“ oder den Gebäudetyp E.
Insbesondere die Verwaltung setzt mit Blick auf die Wohnraumversorgung darauf, dass die genannten möglichen Kostenreduktionen die Grundlage für perspektivisch sinkende Mieten bilden, und damit qualitätsvolles Wohnen zu bezahlbaren Mieten gewährleistet werden kann.
Die Ergebnisse der Arbeitskreise decken ein breites Spektrum ab: von Baustandards und kommunalen Vorgaben über Planungs- und Genehmigungsprozesse bis hin zu einer neuen Kooperationskultur. Besonders hervorgehoben werden die Effekte für Quartiere und Innenentwicklung. Kleinere Vorhaben der Nachverdichtung und Quartiersentwicklungen sollen stärker zusammengedacht werden, um vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen, Flächen effizienter zu bebauen, soziale Infrastruktur, Grün- und Freiräume sowie Mobilitätsangebote zu verknüpfen und so lebenswerte, nachhaltige Quartiere mit gefördertem und preisgedämpftem Wohnraum zu schaffen. Ergänzende Informationen und vertiefende Materialien stellt die Stadt unter „Köln baut bezahlbar – Wohnen für alle“ bereit.