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"Köln baut bezahlbar" - das Musterhaus

Das „Kölner Musterhaus“ dient als Realitätscheck für die monetäre Bewertung der Maßnahmen. Auf Basis eines Referenzquartiers und eines typischen Mehrfamilienhauses werden Investitionskosten, Baukosten und Grundstückskosten detailliert erfasst. Für das Referenzhaus ergaben sich inklusive Grundstück, Planung, Finanzierung, Vertrieb sowie Steuern Gesamtkosten von rund 6.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
Das macht bei üblicher Eigen- und Fremdkapitalquote eine kalkulatorische Miete von etwa 21,75 Euro pro Quadratmeter. Dieses Rechenbeispiel zeigt, wie stark aktuelle Standardvorgaben und Kostenpositionen auf die Mieten durchschlagen.
Das optimierte „Musterhaus“ dient anschließend als Gegenentwurf: Hier werden die im Dialogprozess diskutierten Einsparoptionen konkret auf ein Gebäude angewendet. Durch angepasste Baustandards, effizientere Flächennutzung, optimierte Technik und vereinfachte Konstruktionen lassen sich relevante Baukostenreduktionspotenziale heben, ohne das Leitbild eines zeitgemäßen, qualitätsvollen Wohnens zu verlassen. Im Vergleich von Referenzhaus und Musterhaus wird deutlich, welche Maßnahmen tatsächlich bei einem typischen Projekt wirksam werden, bzw. welche Einsparungen eher auf bestimmte Konstellationen oder Standorte begrenzt sind.
Damit ist sichergestellt, dass die diskutierten Maßnahmen keine abstrakten Rechenübungen bleiben, sondern sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit realer Wohnungsbauprojekte und die erreichbaren Mieten auswirken können. Die Kombination aus Referenzquartier, Referenzhaus und Musterhaus bildet die fachliche Grundlage, auf der die im Dialogprozess erarbeiteten Baukostenreduktionspotenziale von bis zu 2.700 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche plausibiliert werden.