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"Köln baut bezahlbar" - AK 3: Kooperation und Haltungskodex

Wie können Verwaltung und Wohnungswirtschaft künftig vor allem verbindlicher und effizienter zusammenarbeiten? Dies war Kernthema im Arbeitskreis 3: Im Mittelpunkt steht ein gemeinsamer Haltungskodex, flankiert von neuen Dialogformaten, einer digitalen Wissensplattform und einem weiterentwickelten Wohnungsbauforum.
Der Arbeitskreis „Kooperation“ will im Kölner Wohnungsbau eine vertrauensbasierte Kultur des Miteinanders etablieren und den Bau bezahlbaren Wohnraums über klare Haltungen, Strukturen und Kommunikation nachhaltig unterstützen. Zentrales Element ist ein jährlich stattfindendes Informationsformat der Bauaufsicht für Architektinnen, Architekten und Planende, in dem Planungsrecht, Prüfschritte und typische Fehlerquellen standardisiert und praxisnah vermittelt werden. So sollen die Qualität von Bauanträgen steigen und Genehmigungsverfahren spürbar beschleunigt werden.
Ergänzend ist der Aufbau einer digitalen Wissensplattform durch die Wohnungswirtschaft unter Mitwirkung von Architektenschaft, Bauaufsicht und Stadtplanung angedacht, die Praxiswissen zu Genehmigungsverfahren, typischen Fehlern und Anforderungen bündelt und laufend aktualisiert – als „Hilfe zur Selbsthilfe“ für bessere und schnellere Verfahren.
Parallel dazu soll das bestehende Wohnungsbauforum neu ausgerichtet werden. Künftig sollen maximal zwei Themen pro Sitzung behandelt, wohnungswirtschaftliche Akteure frühzeitig durch die Fachämter eingebunden und die Tagesordnung gestrafft werden. Temporäre Arbeitsgruppen werden genutzt, um komplexe Fragestellungen lösungsorientiert zu bearbeiten. Einmal jährlich ist ein gemeinsames Baumonitoring vorgesehen, mit dem Stadt, Politik und Wohnungswirtschaft den Stand des Wohnungsbaus und die Wirkung der beschlossenen Maßnahmen gemeinsam bewerten.
Herzstück der Kooperationsarchitektur ist der Haltungskodex, den Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft jetzt verbindlich anwenden sollen. Er formuliert das gemeinsame Ziel, eine neue Kultur der Zusammenarbeit zu leben, bezahlbares und kostenreduziertes Bauen als gemeinsame Verantwortung zu begreifen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ohne die städtischen Qualitätsziele zu vernachlässigen. Der Kodex betont Transparenz und Vertrauen, einheitliche und nachvollziehbare Entscheidungen, klare Zuständigkeiten, funktionierende Strukturen sowie eine realistische und verbindliche Kommunikation. Rollen, Ziel- und Nutzungskonflikte sollen ausdrücklich anerkannt und lösungsorientiert bearbeitet werden.
Um die Wirksamkeit dieser neuen Kultur zu überprüfen, vereinbaren die Beteiligten ein gemeinsames Monitoring. Fortschritte und Wirkungen der Initiative sollen transparent nachvollzogen und die Zusammenarbeit jährlich evaluiert werden. Auf dieser Basis können Prozesse und Instrumente kontinuierlich nachgeschärft werden. So wird der Haltungskodex zu einem praktischen Steuerungsinstrument, das Entscheidungswege verkürzen, Zielkonflikte schneller lösen und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums in Köln dauerhaft beschleunigen soll.
Die WIK hat gemeinsam mit den Partnern der Allianz für mehr bezahlbaren Wohnraum – Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (köln ag), BFW-Landesverband NRW und Kölner Haus- und Grundbesitzerverein - bereits über die Wohnungsbauleitstelle ihre Vorstellungen und Kriterien für Monitoring und Evaluierung des Dialogprozesses eingereicht.