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05. März 2026

Kölns OB: Dem Wohnbündnis verpflichtet

Groß war das Interesse am Stadtgespräch Köln, das die WIK und der BFW-Landesverband NRW gemeinsam gestaltet haben.

Grund war sicherlich der Besuch von Oberbürgermeister Torsten Burmester, der sich mit vier weiteren Gesprächsteilnehmern aus der Immobilienwirtschaft im Seepavillon an der Kölner Regattabahn in einer Talkrunde den Fragen der moderierenden BFW-Landesgeschäftsführerin Elisabeth Gendziorra stellte. Für die WIK waren die Vorstandsmitglieder Petra Edelbluth und Holger Coers vertreten, von Seiten des BFW NRW, Interessenvertretung der Freien Immobilien- und Wohnungseigentümer, nutzten der Landesvorsitzende Martin Dornieden und Vorstandsmitglied Anna Rzymelka die Gelegenheit zum direkten Austausch mit dem Oberbürgermeister.

WIK-Vorstand Stefan Rappen sprach in der Begrüßung von einem "Schicksalsjahr 2026" für den Wohnungsbau in Köln und gab dem Oberbürgermeister damit die passende Vorlage. "Wir müssen den gesetzlich gesteckten Rahmen ausnutzen und den Bau-Turbo in Köln einsetzen, um die Wohnungsbauzahlen wieder nach oben zu bringen", so Burmester. Er sieht Verwaltung, Politik und Immobilienwirtschaft in einer Schicksalsgemeinschaft und forderte die anwesenden Bauträger und Projektentwickler dazu auf, sich nach Kräften in den laufenden Prozess "Köln baut bezahlbar - Wohnen für alle" einzubringen. Voraussichtlich noch bis Ende Mai läuft mit mehr als 120 Teilnehmern aus Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft der vom OB initiierte Dialogprozess, in dem es vor allem um die Identifikation von Kostentreibern und die Reduzierung der Baukosten geht.

"Wir müssen von einem 'nein, weil' zu einem 'ja, wenn' kommen, wenn es um die Umsetzung von neuen Wohnprojekten geht", erklärte Burmester. Dazu sei ein Mentalitätswandel in Politik und Verwaltung, aber auch ein Mitwirken der Immobilienwirtschaft erforderlich. "Ich sehe mich nach wie vor dem Wohnbündnis verpflichtet, dessen Ziel es war, pro Jahr 6.000 neue Wohnungen zu schaffen", machte Burmester deutlich. Daran müsse er sich 2030 messen lassen - mit der Einschränkung, dass die aktuell diskutierten Maßnahmen im Dialogprozess vermutlich erst in zwei, drei Jahren Wirkung zeigen würden. Ungeachtet dessen sei es seine erklärte Absicht, spezielle Schutzrechte für Mieter zu stärken. Für die Vertreter der Immobilienwirtschaft brachte es Anna Rzymelka treffend auf den Punkt: "Der Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum wird allen Interessenvertretern in Verwaltung, Politik und unserer Branche Schmerzen bereiten. Sofern jeder ein wenig Schmerzen erträgt, um machbare Kompromisse zu finden, können wir eine positive Entwicklung schaffen."